Kulturelles
Rahmenprogramm

Unser kulturelles Rahmenprogramm bietet Ihnen während der Tagung die Möglichkeit, religionswissenschaftlich interessante Facetten von Heidelberg und seiner Umgebung kennenzulernen. Dafür haben wir den Freitagnachmittag nach dem letzten Panel (das um ca. 16 Uhr endet) vorgesehen.

Wir haben vier verschiedene Angebote zur Auswahl, einige mit Beschränkung der Gruppengröße.

Die Online-Anmeldung ist mittlerweile geschlossen. Sind noch genug Plätze vorhanden, können Sie sich auch noch bis zum Abend des zweiten Tagungstages (Donnerstag) im Tagungsbüro anmelden. Dort wird auch die Teilnahmegebühr für das jeweilige Programm bar bezahlt.

Hinweis: Die Angebote finden parallel zueinander statt, eine Teilnahme an mehreren ist also leider nicht möglich.

Stadtführung: Religion - Konfessionen - Auseinandersetzung. Von der Reformation über die Rekatholisierung bis heute

Erleben Sie einen anregenden und unterhaltsamen Bummel durch die Heidelberger Altstadt. Der erfahrene Stadtführer Andreas Reimelt erläuft mit Ihnen die lokale religiöse Topographie und entführt Sie in Geschichten des Glaubens vom Mittelalter über den Humanismus bis zur multikulturellen Gesellschaft.

  • Treffpunkt: Palais Weimar (Völkerkundemuseum), Hauptstr. 235 (Höhe: Jakobsgasse)
  • Referent: Andreas Reimelt
  • Dauer: ca. 2 Stunden
  • Kosten: 8 € pro Person

Von Heiden, Heiligen und Heidelbergern - Ein Rundgang über den Heiligenberg

Entdecken Sie mit uns die spannende Siedlungsgeschichte des Heidelberger Heiligenbergs, lassen Sie sich bei einem Spaziergang über seine beiden Berggipfel in die Zeit von Kelten, Römern, mittelalterlichen Mönchen, verrückten Professoren und feierwütigen Studenten entführen und genießen sie einen einmaligen Blick über die Heidelberger Altstadt und das Schloss!

Bereits die frühesten archäologischen Funde des Heiligenberges - Teile zweier mächtiger keltischer Ringwälle - zeugen von der vielfältigen und spannenden Bebauungsgeschichte des Berges, der sich hoch über Heidelberg erhebt. Nach den Kelten nutzten die Römer den beeindruckenden Ort und errichteten auf dem Hauptgipfel ein Merkurheiligtum. Am besten erhalten sind die Ruinen der beiden mittelalterlichen Klosteranlagen, durch die der Besucher wandeln kann. Direkt dazwischen befindet sich eine monumentale Anlage anderer Art: die so genannte Thingstätte, erbaut in der frühen Zeit des Nationalsozialismus.

So vielfältig die Geschichte dieses Ortes ist, so abwechslungsreich möchten wir sie mit Ihnen entdecken: archäologische und kunstgeschichtliche Fakten gepaart mit alten Geschichten und Legenden, verwunschene Orte und monumentale Bauten - lassen Sie sich überraschen!

  • Referentinnen: Ann-Laurence Maréchal-Haas, M.A. und Katharina Wetzel, M.A.
  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Kosten: 8 € pro Person
  • Zusätzlich fallen Kosten für die Anfahrt an.

Führung durch das Lobdengau-Museum Ladenburg

Ladenburg gilt als eine der ältesten Städte Deutschlands. Der Heidelberger Archäologe Dr. Andreas Hensen entführt Sie auf eine spannende Zeitreise durch das Ladenburger Lobdengau-Museum mit Überresten aus 8 000 Jahren menschlicher Zivilisation, Kultur und Religion.

Aus der frühen Zeit der Besiedlung der Umgebung von Ladenburg beherbergt das Lobdengau-Museum Fundstücke aus der Zeit der Bandkeramik bis hin zu den Kelten. In römischer Zeit wurde das religiöse Leben Lopodunums - dem Hauptort der Civitas, zu der auch Heidelberg gehörte - von zwei Mithräen geprägt, zusätzlich gab es eine Vielzahl weiterer Kulte inklusive dem frühen Christentum. Neben vielen anderen Prachtstücken aus römischer Zeit ist im Museum ein Sol-Mithras-Relief und die Jupitergigantensäule zu bewundern.

Ladenburg blieb auch im Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert von großer politischer und religiöser Bedeutung. Das Lobdengau-Museum ist im Bischofshof untergebracht, wo sich zunächst eine merowingische Pfalz befand und später die Wormser Fürstbischöfe fast 1000 Jahre lang Besitz und auch ihre Nebenresidenz hatten. Die Zeit vom Mittelalter bis heute wird im Museum in faszinierenden Exponaten sichtbar.

Nach dem Museumsbesuch besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr in eines der schönen Gasthäuser Ladenburgs.

  • Referent: Dr. Andreas Hensen
  • Dauer: 1 Stunde
  • Max. 25 Personen
  • Kosten: 10 € pro Person
  • Zusätzlich fallen Kosten für die Anfahrt an (entweder eigenständige Anfahrt im ÖPNV oder bei ausreichendem Interesse an der Führung ein von uns organisierter Transport).

War Carl Theodor ein Freimaurer? - Eine Spurensuche im Schwetzinger Schlossgarten

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts verbreitete sich die Bewegung der Freimaurerei von England ausgehend auf das kontinentale Europa. Gerade in Herrscher- und Künstlerkreisen gab es zahlreiche Logenmitglieder. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Freimaurersymbolik auch innerhalb der Gartenkunst fassbar ist. Für jene Betrachter des 18. Jahrhunderts, die in die Symbolik der Freimaurer eingeweiht waren, war dies durchaus lesbar.

Lernen Sie den Schwetzinger Schlossgarten aus einem vollkommen anderen Blickwinkel kennen, erleben Sie ihn mit den Augen eines Freimaurers des 18. Jahrhunderts. Unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse wird ein Schwerpunkt auf die Tempelanlagen gelegt, die neben der allseits bekannten mythologischen Bedeutung auch eine christologisch-mystische sowie eine freimaurerische Bedeutungsebene aufweisen.

  • Referenten: Prof. Dr. Jan Snoek und Nadine Klein-Grimmig M.A.
  • Dauer der Führung: ca. 3 Stunden
  • Kosten: 15 € pro Person
  • Zusätzlich fallen Kosten für die Anfahrt an (entweder eigenständige Anfahrt im ÖPNV oder bei ausreichendem Interesse an der Führung ein von uns organisierter Transport).