Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Studienverlauf Bachelor

Ziele des Studiums

Der Heidelberger Bachelor-Studiengang Religionswissenschaft vermittelt den Studierenden religionshistorisches Basiswissen sowie das theoretische und methodologische Rüstzeug zur Analyse unterschiedlichster religiöser Traditionen und Konstellationen.

Die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Religionswissenschaft erwerben während ihres Studiums die Kompetenzen, den jeweiligen Forschungsstand unter Anleitung eigenständig zu erschließen und wiederzugeben. Dabei wird die Fähigkeit der eigenverantwortlichen wissenschaftlichen Recherche nach Informationen und Materialien besonders geschult, die auch für die sich anschließenden Qualifikationsphasen von zentraler Bedeutung ist. Die Studierenden lernen außerdem, religionsbezogene aktuelle und gesellschaftsrelevante Themenstellungen als solche zu erkennen und in ein religionswissenschaftliches Forschungsdesign zu überführen. Zudem kann das Angebot eines breiten Spektrums an Quellensprachen an der Universität Heidelberg, das von den klassischen und modernen Sprachen Europas über die alten und neuen Sprachen des Vorderen Orients bis zu denen Süd- und Ostasiens reicht, genutzt und spezifische sprachliche Kenntnisse erworben werden. Diese können dann mit regionalwissenschaftlichen Kenntnissen zu der jeweiligen Region und Epoche, auf deren religiöse Traditionen sich die Studierenden spezialisieren wollen, verbunden werden. Eine eigenständige und auf spätere Berufsfelder ausgerichtete Schwerpunktsetzung wird durch die Studiengangsarchitektur gezielt ermöglicht.

Der Bachelor-Studiengang Religionswissenschaft stellt den Raum zur Verfügung, um im Rahmen der "Übergreifenden Kompetenzen" zusätzliche interdisziplinäre und praxisbezogene Fertigkeiten für einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss zu erlernen. Der Heidelberger Bachelor-Studiengang Religionswissenschaft vermittelt auf fachlicher Ebene den Studierenden durch seinen interdisziplinären und theoretisch-methodisch multiperspektivischen Aufbau eine differenzierte Kenntnis religionshistorischer und gegenwartsreligiöser Kontexte einerseits sowie das fundierte und reflektierte Erlernen von Methoden zur Erforschung dieser Kontexte andererseits. Weitere wichtige Kompetenzen, die auf eine Berufstätigkeit vorbereiten, sind mit der Fähigkeit gegeben, Lern- und Arbeitsschritte eigenständig zu planen und zu strukturieren. Die Absolventen und Absolventinnen zeichnen sich dadurch aus, die Multiperspektivität von öffentlichen Diskursen wahrnehmen und beschreiben und komplexe Sachverhalte publikumsspezifisch vermitteln zu können. Sie besitzen damit neben einer hohen Selbstreflexivität auch eine weit überdurchschnittliche transdisziplinäre Dialogkompetenz, wie sie in vielen beruflichen Arbeitsfeldern heute gefordert ist. Auch werden weitere überfachliche Ziele wie die Präsentationstechnik, die Medienkompetenz, das Recherchieren, das Zeitmanagement sowie die eigenständige Zeitplanung, das wissenschaftliche Schreiben und das Argumentieren erlernt.

Studienaufbau

Das Studium Religionswissenschaft kann als Hauptfach (75%) in Kombination mit einem Begleitfach (25%) oder als Begleitfach (50%/ 25%) in Kombination mit einem Hauptfach (50%/ 75%) studiert werden. Der Bachelor-Studiengang ist seit dem Sommersemester 2007 in einer veränderten Prüfungsordnung zu studieren, und in Module aufgeteilt, die mit Leistungspunkten (LP) entsprechend ihrem Arbeitsaufwand bemessen werden. Ein LP entspricht 30 Arbeitsstunden. Der Gesamtumfang des B.A.-Studiums beträgt 145 LP/ 84 LP/ 35 LP. Beim Hauptfach (75%) entfallen dabei 113 LP auf fachbezogene Leistungen im Studiengang Religionswissenschaft, 20 LP auf das Modul Übergreifende Kompetenzen, sowie 12 LP auf die Bachelorarbeit.

Der Bachelor-Studiengang Religionswissenschaft setzt sich aus einem theoretisch-methodischen und einem religionshistorischen Teil zusammen.

Die Basis- und Aufbaumodule bieten den Studierenden:

  • Kenntnisse über die Theorien und Methoden, die sie dazu befähigen, sich mit den religiösen Traditionen der Welt in Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen. Hauptmerkmale sind hierbei z.B. die Geschichte der Religionswissenschaft, die Vergewisserung darüber, was mit Begriffsfeldern wie 'Religion', 'Magie', 'Sekte' oder 'Fundamentalismus' gemeint ist, sowie die Einarbeitung in historisch-philologische, archäologische oder sozialwissenschaftliche und ethnologische Methoden der Datensammlung über religiöse Traditionen.
  • Wissen über die großen religiösen Traditionen und ihre aktuellen Entwicklungen in Form von Überblicksveranstaltungen.
  • Einführungen in spezifische Themenfelder.
  • einführende Lehrveranstaltungen für den Überblick über den Umgang mit Hilfsmitteln und Techniken der Recherche.

Das Studium der Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg bietet den Studierenden die zusätzliche Möglichkeit, einen fundierten Einblick in die Vielfalt der Religionsgeschichte zu gewinnen und einen breiteren Spielraum zur individuellen Schwerpunktsetzung zu erlangen. Dies geschieht durch den Einbezug von Lehrimporten aus Nachbardisziplinen in den Wahlpflichtbereich. Die Studierenden können dazu zusätzlich zum Angebot des Instituts für Religionswissenschaft (IRW) aus dem großen Angebot an Modulen aus dem Interdisziplinären Lehrangebot Religionswissenschaft (ILR) wählen, das sich aus dem vielfältigen Lehrangebot der angrenzenden Nachbardisziplinen speist. Dieses zusätzliche Lehrangebot findet sich im elektronischen Vorlesungsverzeichnis abgebildet; dort wird auch angegeben, welche Lehrveranstaltungen des Lehrimports für welche Module anrechenbar sind.

Das Studium der Religionswissenschaft erlaubt den Studierenden über die freie Wahl eines Begleitfaches aus der breit gefächerten Palette der Heidelberger Kultur- und Sozialwissenschaften die zielgerichtete Ausbildung eines individuellen religionshistorischen Schwerpunkts.

Im Modulhandbuch findet sich nicht nur eine Erläuterung aller Module, sondern auch eine Auflistung der jeweiligen Zuordnung der Module zu den unterschiedlichen Varianten des BA-Studiengangs Religionswissenschaft mit 75%, 50% und 25%. Es wird unterschieden zwischen:

  • Pflichtmodulen: Diese müssen von allen Studierenden absolviert werden.
  • Wahlpflichtmodulen: Die Studierenden können aus einem begrenzten Bereich auswählen.
  • Wahlmodulen: Die Studierenden haben die freie Wahlmöglichkeit innerhalb des Modulangebotes des Faches. Dies führt zu einem hohen Maß an Flexibilität der individuellen Studiengestaltung.

Um das Erreichen der Lernziele in den Modulen adäquat prüfen zu können, sind in mehreren Modulen Teilprüfungen mit unterschiedlichen kompetenzorientierten Prüfungsformaten notwendig, die je nach Gewichtung in die Berechnung der Note einfließen. Zum Abschluss des Studiums wird im sechsten Semester eine Bachelorarbeit angefertigt.

Betätigungsfelder

  • interkulturellen Beratungsstätten
  • internationalen Firmen
  • internationalen Organisationen
  • Behörden (beispielsweise Integrationsbüros)
  • Medien/ Journalismus
  • Kulturmanagement
  • Bildungseinrichtungen, Fort- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung
  • Verlagen
  • Museen
  • der Wissenschaft (akademische Laufbahn)
  • Internationalen Organisationen (Entwicklungszusammenarbeits- und Menschenrechtsorganisationen)
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Letzte Änderung: 10.07.2017

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