Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Studienverlauf Master

Ziele des Studiums

Der Master-Studiengang soll den Studierenden neben einer Erweiterung des allgemeinen theoretischen und religionshistorischen Horizonts zu vertieften Kenntnissen in einem Schwerpunktbereich verhelfen und ihnen die Grundlagen für eigene Forschungsarbeiten vermitteln. Der Heidelberger MA-Studiengang Religionswissenschaft vermittelt auf fachlicher Ebene den Studierenden durch seinen interdisziplinären und theoretisch-methodisch multiperspektivischen Aufbau eine differenzierte Kenntnis religionshistorischer und gegenwartsreligiöser Kontexte einerseits sowie das fundierte und reflektierte Erlernen von Methoden zur Erforschung dieser Kontexte andererseits.

Die eigenständige Entwicklung eines Studienschwerpunkts, der sich ebenso auf religionshistorische wie gegenwärtige Bereiche des Fachs beziehen kann, wird gezielt gefördert. Die Studierenden werden dazu angeleitet, die thematische Breite und Interdisziplinarität des Lehrangebots für eine eigenverantwortliche Studiengestaltung und thematische Spezialisierung zu nutzen: individuelle Wissenslücken zu erkennen und zu schließen, sich selbständig neues Wissen anzueignen, aktiv weiterführende Lernprozesse zu gestalten, wissenschaftliche Fragestellungen autonom zu erarbeiten, fächerübergreifend Wissen zu integrieren und komplexe interdisziplinäre Zusammenhänge von Problemstellungen zusammenzuführen, akademische Texte auf einem höheren Fach- und Reflexionsniveau verfassen und im Verlauf des Bachelor-Studiums erworbene Sprach- und Regionalkenntnisse zu erweitern.

Es können auch neue Schwerpunkte gesetzt werden. Kombiniert wird diese Intensivierung fachspezifischer Studien mit theoretischen, komparatistischen und forschungspraktischen Studieninhalten, mit der die Studierenden systematisch einerseits an die wissenschaftliche Praxis und andererseits an außerakademische Berufsfelder für ReligionswissenschaftlerInnen herangeführt werden. Die Studierenden werden durch die Interdisziplinarität und theoretisch-methodische Multiperspektivität des MA-Studiengangs Religionswissenschaft in die Lage versetzt, überfachliche Zusammenhänge zu erkennen, religionswissenschaftliche Probleme kritisch zu analysieren und innovationsorientiert in transdisziplinäre Kontexte einzuordnen sowie erworbene Kompetenzen und theoretisches Wissen auf neue Zusammenhänge anzuwenden. Sie lernen, auf der Basis des aktuellen Forschungsstands eigene Standpunkte vor Fachvertretern und Mitstudierenden souverän zu formulieren und zu verteidigen, in interdisziplinären Kontexten konstruktiv zu diskutieren, und im Studium erworbene religionswissenschaftliches Fachwissen flexibel und innovationsorientiert in außerakademische Handlungsfelder zu überführen und dort zur Anwendung zu bringen.

Studienaufbau

Religionswissenschaft kann als Ein-Fach-Master, in Kombination mit einem Begleitfach oder als Begleitfach in Kombination mit einem Hauptfach studiert werden. Der Master-Studiengang ist seit dem 18. April 2012 in einer veränderten Prüfungsordnung zu studieren und in Module aufgeteilt, die mit Leistungspunkten (LP) entsprechend ihrem Arbeitsaufwand bemessen werden. Ein LP entspricht 30 Arbeitsstunden. Der Gesamtumfang des MA-Studiums beträgt 120 LP, im Vollstudium entfallen 90 LPs auf fachbezogene Module sowie die mündliche Abschlussprüfung und 30 LP auf die Masterarbeit. Im Hauptfach mit Begleitfach entfallen 70 LP auf fachbezogene Module im Studiengang Religionswissenschaft sowie die mündliche Abschlussprüfung, 20 LP auf Module in einem Begleitfach und 30 LP auf die Masterarbeit. Im Beifach Religionswissenschaft entfallen 20 LP auf fachbezogene Module, während die restlichen LP sowie die Masterarbeit im Hauptfach erarbeitet wird.

Es wird unterschieden zwischen:

  • Pflichtmodulen: Diese müssen von allen Studierenden absolviert werden.
  • Wahlpflichtmodulen: Die Studierenden können aus einem begrenzten Bereich auswählen.
  • Wahlmodulen: Die Studierenden haben die freie Wahlmöglichkeit innerhalb des Modulangebotes des Faches. Dies führt zu einem hohen Maß an Flexibilität der individuellen Studiengestaltung.

Betätigungsfelder

Durch seine forschungsorientierte und berufspraktische Spezialisierungsmöglichkeit verknüpft er die Vertiefung fachspezifischen Wissens mit dem Erwerb von Kompetenzen, die sowohl auf eine Promotion als auch auf eine Berufstätigkeit ausgerichtet sind in Bereichen wie:

  • interkulturellen Beratungsstätten
  • internationalen Firmen
  • internationalen Organisationen
  • Behörden (beispielsweise Integrationsbüros)
  • Medien/ Journalismus
  • Kulturmanagement
  • Bildungseinrichtungen, Fort- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung
  • Verlagen
  • Museen
  • in der Wissenschaft (akademische Laufbahn)
  • Internationalen Organisationen (Entwicklungszusammenarbeits- und Menschenrechtsorganisationen)

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Letzte Änderung: 10.07.2017