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Geschichte des FPI

Geschichte des Instituts

Die Errichtung des FPI war bedingt durch den Aufschwung der deutschen landesgeschichtlichen Forschung, die sich im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts im Verein mit anderen Disziplinen einer umfassenden geschichtlichen Landeskunde und Kulturraumforschung zuwandte.

In Heidelberg begann Günther Franz als Inhaber des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Geschichte 1935/36 den Aufbau einer landeskundlichen Abteilung des Historischen Seminars und projektierte bereits ein "Institut für Fränkisch-Pfälzische Landes- und Volksforschung". Dieses Institut wurde dann auf Betreiben und unter Leitung des Geographen Wolfgang Panzer und des Franz-Nachfolgers Fritz Ernst gegründet. Es erhielt einen eigenen Assistenten, verblieb aber in den Räumen des Historischen Seminars und wurde im Juli 1939 unter dem geänderten Namen „Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde“ eröffnet.

Hortus Palatinus und Schloss Heidelberg, 1620 (Universitätsbibliothek Heidelberg, K 6371 Folio RES, Taf. 2)

Der Zweite Weltkrieg brachte die kaum begonnene Institutstätigkeit zum Erliegen; sie wurde erst in den fünfziger Jahren von Ernst und Panzers Nachfolger Gottfried Pfeifer offiziell wiederaufgenommen. Die durch Ernsts Tod (1963) verwaiste Direktorenstelle wurde 1966 mit dem inzwischen geschaffenen zweiten Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte verbunden, den bis 1974 Ahasver von Brandt und von 1975 bis 1995 Herrmann Jakobs bekleideten. Auf Pfeifer folgte 1970 Werner Fricke, doch zogen die Geographen sich nach ihrer Übersiedlung ins Neuenheimer Feld aus der Leitung des FPI zurück. So verstärkte sich die intensive Verknüpfung des Instituts mit dem Historischen Seminar, mit dem es seit jeher räumlich, organisatorisch und personell enger verklammert war.

Von 1999 bis 2013 war Stefan Weinfurter Direktor des FPI. 2003 wurde Bern Schneidmüller als Inhaber des Lehrstuhls für spätmittelalterliche Geschichte ebenfalls zum Direktor bestellt und bekleidete den Posten bis 2020. 2013 wurde Jörg Peltzer Direktor. Seit April 2021 wird das Direktorium des FPI von Jörg Peltzer und Romedio Schmitz-Esser gebildet.

Publikationen zur Geschichte des FPI

Table

  • Joachim Dahlhaus, Geschichte in Heidelberg – Aktenstücke und Statistiken, in: J. Miethke (Hg.), Geschichte in Heidelberg. 100 Jahre Historisches Seminar. 50 Jahre Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, Berlin 1992, S. 263-319.
  • Meinrad Schaab, Landesgeschichte in Heidelberg, in: J. Miethke (Hg.), Geschichte in Heidelberg. 100 Jahre Historisches Seminar. 50 Jahre Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, Berlin 1992, S. 175-200.